Normalerweise fotografiert Charles Pétillon weiße Luftballons, die als friedliche Invasion aus Häusern quillen oder über Waldlichtungen schweben. Für seine neueste Fotoserie „Connexions“ hat der französische Fotograf die Ballons mit Stoffen überzogen.

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Überdimensionale Kugeln, die molekülgleich aneinanderhängen, quillen aus einem verlassenen Gebäude oder liegen auf einer spärlich bewachsenen Halde. Sind es Fremdkörper? Irgendwie scheinen sie genau an diese Orte zu gehören. Verbunden sind sie mit den unwirtlichen Locations über einen offensichtlichen Kontrast: Die Kugeln sind mit weichen, hochwertig wirkenden Stoffen überzogen; die Kulissen, in denen sie sich wiederfinden, sind rau, verlassen und spröde.

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Mit seiner neuesten Fotoserie „Connexions“ will Charles Pétillon die Aufmerksamkeit auf das lenken, was übersehen wird. Auf alltägliche Orte, die wir nur unbewusst wahrnehmen. In seinen bisherigen Projekten arbeitete Pétillon, der als Editorial-Fotograf begann, ausschließlich mit weißen Luftballons, die in ihrer Masse wie überdimensionierte Moleküle wirken. Für „Connexions“ reduziert er die Anzahl und überzieht die Kugeln mit Stoff – entstanden ist das Projekt in Kooperation mit Sunbrella, einem französischen Hersteller für High-End-Stoffe.

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Zu sehen waren die pastellfarbenen Kuschel-Kugeln auch auf der Milan Design Week in den Super Studios: Hier schwebten sie im Eingangsbereich und bestimmten als über vier Meter großes und 18 Kilogramm schweres Gebilde die Sunbrella-Koje.

Fotos: © Charles Pétillon