Es gibt viele Gründe, warum sich Architekten dafür entscheiden, bereits bestehende Bauwerke zu sanieren, modernisieren oder umzubauen, anstatt neue Gebäude zu errichten: Zum einen sind unsere Städte häufig bereits dicht bebaut, freie Flächen sind knapp und sollten daher bewahrt werden. Darüber hinaus bieten historische Bauten oftmals auch ein großes Potenzial für Umbauprojekte oder Erweiterungsbauten und sind gleichzeitig ein Stück Geschichte. Planer und Architekten haben dann die Aufgabe, das vorhandene Bauwerk mit den neuen Anforderungen wie Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit sinnvoll zu vereinen und etwas Neues zu schaffen, das als Grundlage das Bestehende hat. Für Wolfgang Riehle, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, hat diese Herausforderung einen besonderen Reiz, denn er sagt: „Für mich ist das Bauen im Bestand die hohe Lehre der Behutsamkeit: Es geht darum, die besondere Qualität eines Gebäudes in seinem jeweiligen baulichen Umfeld zu erkennen, in einen Dialog aus Alt und Neu einzutreten und etwas Bestehendes in einen weiteren Lebenszyklus zu überführen ohne es einfach zu konservieren.“

Das Rathaus der kanadischen Dorfgemeinschaft Roch-de-l’Achigan, in der Nähe von Montreal, ist mit seinem Bruchsteinmauerwerk und dem kupfergedeckten Mansarddach ein klassisches Bauwerk aus dem Jahre 1880, an dessen rechter Seite sich nun ein Neubau schmiegt: dreigeschossig und schlicht ergänzt der Kubus den Altbau und nimmt mit seiner Verkleidung aus Kupferblech direkten Bezug zu dem angrenzenden Dach. Der Entwurf für den Umbau stammt von Affleck de la Riva Architects, die eine Ecke des neuen Gebäudeteils mit Glas ausstatteten, in dem das Treppenhaus verläuft. Durch die Kombination von traditionellen Materialien wie Schiefer und Kupfer mit zeitgenössischem Aluminium, Spiegelglas sowie Stahlblech ist ein Gebäudekomplex entstanden, der Historie und Moderne gekonnt gegenüberstellt.

Markthalle Malmö © André Pihl

Markthalle Malmö © André Pihl

Was einst die Ruine eines alten Bahnschuppens war, ist heute die Markthalle von Malmö, die sich zum Zentrum des Hafenviertels der schwedischen Stadt entwickelt hat. Nur noch die alten Mauern sowie die beiden Tore für die Güterwagen und zur Laderampe erinnern an das 120 Jahre alte Eisenbahnlagerhaus. Ein neuer Anbau in rostrotem Cortenstahl verkleidet, entworfen von dem Architekten Gert Wingårdh, spiegelt die Giebelform wider und zeigt die Verbindung zum Industriezeitalter, das auch im Innern immer wieder aufgegriffen wird: Verkaufspavillons aus einfachen Stahlkonstruktionen präsentieren Besuchern die verschiedensten Delikatessen.

Bundesverfassungsgericht Karlsruhe

Bundesverfassungsgericht Karlsruhe

Da beim Bauen im Bestand auch die Türsanierung oftmals eine wichtige Rolle spielt, bietet SIMONSWERK die verstellbare Bandlösung VARIANT Compact, die genau auf diese Anforderungen abgestimmt ist. Vorhandene Stahlzargen können mit dem Bandsystem kosteneffektiv und zeitsparend weiterverwendet und das neue Türelement mit einer zeitgemäßen 3D-Verstelltechnik ausgerüstet werden. Die bestehenden Bauteile werden durch dieses Verfahren sensibel behandelt und in das neue Bauprojekt integriert. In dem in den 1960er-Jahren errichteten Gebäudekomplex des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, das unter Denkmalschutz steht und von dem Architekten Paul Baumgarten entworfen wurde, dient VARIANT Compact bereits als optimale Bandlösung und ermöglichte den Einbau der Türen in die bestehenden Zargen.

Anneliese Brost Musikforum Bochum

Anneliese Brost Musikforum Bochum

Auch das Anneliese Brost Musikforum in Bochum, das durch den Zusammenschluss eines Kirchengebäudes und eines modernen Anbaus Alt und Neu auf ganz besondere Weise miteinander vereint, wurde mit SIMONSWERK Türbändern ausgerüstet – so sorgt das Bandsystem TECTUS, in dem von Bez + Kock Architekten entworfenen Konzerthaus für die optimale und flächenbündige Verbindung von Tür und Zarge.

Schloss Hohenkammer, Seminarhotel

Schloss Hohenkammer, Seminarhotel

Wie Vergangenheit und Gegenwart in perfekter Balance zusammen bestehen können, zeigt das Schloss Hohenkammer im Landkreis Freising, dem der Neubau eines Seminarzentrums gegenübergestellt wurde. Obwohl beide auf den ersten Blick sehr gegensätzlich erscheinen, gleichen sie sich durch den Einsatz der Materialien: Naturstein, Feinputz und Holz bestimmen sowohl beim Alt- als auch beim Neubau das Erscheinungsbild – und auch im Innern wurde das denkmalgeschützte Schloss mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail saniert, denn der Einsatz des Bandsystems VARIANT VX von SIMONSWERK unterstreicht die ehrwürdige Atmosphäre der historischen Räumlichkeiten.

Schloss Hohenkammer, Seminarhotel

Schloss Hohenkammer, Seminarhotel