Der unter Denkmalschutz stehende Lasipalatsi (auf Deutsch: Glaspalast) im Zentrum Helsinkis beherbergt seit diesem Jahr unter anderem das private Kunstmuseum Amos Rex. Entworfen wurde das Gebäude bereits 1936 von Viljo Revell, Heimo Riihimäki und Niilo Kokko als temporärer Bau. Um diesen nun in eine kulturelle Institution zu verwandeln, wurde das alte Gebäude umfassend restauriert und mit einem unterirdischen Neubau verbunden, der mit seiner wandlungsfähigen und 2.170 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche viel Raum für außergewöhnliche Kunstwelten bietet. Verantwortlich für dieses innovative Konzept und die daraus entstandene architektonische Verbindung ist das Architekturbüro JKMM Architects, das auch schon andere Gebäude der klassischen Moderne in Finnland stilvoll erweiterte.

Zuvor war das Amos Rex seit 1965 unter dem Namen „Amos Anderson Kunstmuseum“ im staatlichen Haus von Amos Anderson untergebracht. Dieses erwies sich zwar als sehr charmant, bot jedoch keinen Raum zur Weiterentwicklung. Das neue Gebäude hingegen ist sehr großflächig und gilt bereits als kultureller Anziehungspunkt: Büros, Geschäfte, Restaurants sowie das Kino BioRex im oberen Bereich vervollständigen das Angebot.

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Da sich das Museum unter der Erde befindet, ist der Neubau nur zum Teil sichtbar. Dafür besonders spektakulär: Riesige Oberlichter, die die darunterliegenden Räumlichkeiten mit Tageslicht durchfluten, ragen wie große Augen aus dem Boden und gewähren den Besuchern von außen einen Blick ins Innere. Gefertigt aus Stahlbeton und mit runden Kacheln bekleidet gehören sie zur Außenanlage, die als öffentlicher Platz zugänglich ist und als Bühne für Veranstaltungen fungiert. Besucher sind eingeladen, die Kuppeln zu betreten oder zu beklettern. „wir wollten das Museum so offen wie möglich und für jeden leicht zugänglich gestalten. Das spiegelt sich auch in der Architektur des Gebäudes wider – das Haus ist Teil der Stadt.“, sagt Asmo Jaaksi, Mitbegründer von JKMM Architects.

Die Eröffnungsausstellung wurde von dem japanischen Künstlerkollektiv teamlab inszeniert, das mit seinen vergänglichen digitalen Kunstinstallationen audiovisuelle Erlebnisse schafft und die Besucher zum Interagieren einlädt.

Amos Rex Helsinki

Besonders in öffentlichen Gebäuden müssen Auflagen und Ansprüche in Sachen Sicherheit erfüllt werden. Dadurch befinden sich in Museen oftmals überdimensionale Durchgänge und besonders schwere Türen. Das Bandsystem VARIANT VX Schwerlast von SIMONSWERK hält Belastungen bis zu 400 kg stand und bietet alle wichtigen Komponenten für die perfekte Verbindung von Tür und Zarge. Mit einem Belastungswert bis zu 300 kg bei 2 Bändern pro Türblatt hält auch TECTUS Türblätter unterschiedlichsten Ausmaßes und verschiedenster Materialität zuverlässig in der Bewegung.

Alle Bilder © Mika Huisman und Tuomas Uusheimo