SIMONSWERK BANDTECHNIK

Das Geheimnis hinter einer perfekten Oberfläche

Einen Blick hinter die Oberfläche zu wagen, vermittelt, dass primär im Inneren der eigentliche Wert einer Sache zu erfassen ist. Doch die Oberfläche selbst bedarf ebenfalls eines besonderen Augenmerks. Denn sie ist ein dazugehöriges, sehr bedeutungsvolles Detail, da sie in der Regel das Aushängeschild eines Produktes darstellt. Somit kommt es gerade hier auf höchste Präzision und Perfektion an. Vor allem im Bereich der Oberflächentechnik kann ein kleiner Fehler das gesamte Ergebnis beeinflussen oder sogar ruinieren. „Dies macht die Oberflächentechnik so verantwortungsvoll und interdisziplinär aber zugleich auch konservativ, weil es um Auffallen durch Fehlerfreiheit und damit um ein Understatement geht“, sagt Dr. Udo Pecher aus der Fertigungsplanung bei SIMONSWERK. Als Oberflächenexperte gewährt er hier einen spannenden Einblick in die Kunst der Oberflächenbearbeitung inklusiv innovativer Fertigungsverfahren.

Perfekte Basis für grenzenlose Möglichkeiten

Dass Designs nahezu keine Grenzen gesetzt sind, zeigt die breite Range an Oberflächenvielfalt bei SIMONSWERK. Hochwertige Materialien, Trend-, RAL- und Sonderfarben sowie spezielle Folien ermöglichen individuelle Gestaltungswünsche der Bandsysteme. Dafür werden unterschiedliche Verfahren und Maschinen benötigt. Vom Schleifen, Lackieren und Galvanisieren über Konversionsbeschichten, Eloxieren, Beizen oder Brünieren – alle angewandten Verfahren für die SIMONSWERK Produkte basieren auf einem perfekt abgestimmten Interagieren einzelner Arbeitsschritte, um ein optimales Endergebnis zu erzielen.

„Die Anzahl an Oberflächenfehlern ist dabei auch Gradmesser für den Wegstatus zum Ziel einer perfekten Oberfläche“, so Udo Pecher. Dies verdeutlicht, dass bereits die Oberflächentechnik auf eine adäquate Rohteilqualität angewiesen ist, um ein bestmögliches Resultat zu erreichen. Auch die frühzeitige Erkennung von Abweichungen wie bspw. im Stanzprozess muss daher zunehmend fokussiert und weiterentwickelt werden. „Daher gilt es, jedem Risikofaktor bereits im Vormaterial für die nachfolgende Beschichtung entgegenzuwirken, da bereits die Beschaffenheit eines Spaltbandes alle Fertigungsstufen beeinflussen kann. Daher werden unsere Behandlungsmethoden stets getestet, nach Stand der Technik ausgebaut und entsprechende praxistaugliche Prüfverfahren etabliert“, erläutert Dr. Pecher.


„Die Kunst der Oberflächentechnik besteht darin, auf Rohteilen in hoher Stückzahl, eine homogene Beschichtung ohne Störungen in Form von Staubkörnern, Macken, Läufern oder anderen Ungereimtheiten flächig aufzubringen.“


So können bereits auf automatischen CNC-gesteuerten Edelstahlschleifanlagen komplexe Werkstücke mit Anschraubflächen und Rollen, wie die VARIANT VX Bandkomponenten zur Erreichung ihres seidenmatten Finishs, im perfekt ausgerichteten Zustand reproduzierbar geschliffen werden. Im Rahmen der Herstellung der TECTUS-Bänder bei SIMONSWERK punktet vor allem der vollautomatische Lackierprozess. Drei Roboter geben die zu lackierenden Komponenten automatisch auf das Lackierband auf. In engen Reihen werden die Teile so in bester Qualität in Hochgeschwindigkeit lackiert. Zwei Roboter nehmen die lackierten Werkstücke automatisch vom Band und legen sie für die jeweilige Weiterverarbeitung in die entsprechenden Behälter. Eine weitere oberflächentechnische Optimierung des hausinternen Gleitschleifprozesses hat sogar dazu geführt, dass Zinkdruckgusskomponenten gleichzeitig gereinigt und lackierfähig vorbehandelt werden können. „Der Fokus solcher Technologien liegt dabei zwar nach wie vor auf den zeitlosen Klassikern, doch durch Anlagen für Sonderartikel der verlängerten Werkbank können auf Kundenwunsch auch Einzelstücke oder ausgefallene Oberflächen wie Anodisierungsfarben, PVD-Metallschichten oder Holzdesigns durch Wassertransferdruckverfahren geliefert werden.“

Bemerkenswert außergewöhnlich

Nach wie vor gilt in Bezug auf das Gestaltungskonzept die Entscheidung: Ton in Ton oder akzentuiert. Doch egal welches Erscheinungsbild entstehen soll, ein harmonisches Gesamtkonzept ist zugleich Ziel und Ausgangspunkt und basiert stets auf perfektionierten Produkten hinsichtlich ihrer Qualität und Ästhetik. Dies zeigt sich bei SIMONSWERK im Besonderen an dem komplett verdeckt liegenden Bandsystem TECTUS. Dank seiner präzisen Technik in dezentem Design, lassen sich mit den Bändern geradlinige Raumstrukturen optimal aufnehmen und flächenbündig umsetzen. Neben den beliebtesten Bändern in den Varianten F1- und F2-farbig, im Edelstahl-Look sowie in Satin-Nickel hat hier vor allem schwarz-matt als Oberfläche in den letzten Jahren einen Zuwachs erfahren.


„Eine perfekte Oberfläche lässt keine Kompromisse zu, sondern bedarf einer perfekten Ausgangslage!“


Bisher behalten dabei laut Dr. Pecher die zeitlosen Standardoberflächen die Oberhand, doch auch innovative Designs lassen sich auf Kundenwunsch in hochwertiger Qualität kombinieren und umsetzen. „Es gibt sogar nachleuchtende (phosphoreszierende) Beschichtungen, die zusammen mit dem Drücker bei völliger Dunkelheit eine Orientierung im Raum sind“, erklärt Udo Pecher, „und auch neue Farbkombinationen können Ausgangspunkt für dezente neue Farbnuancen und Trends sein.“

Da der Einsatz von Holz als Material sowie eine natürliche Optik in Gestaltungskonzepten wahrnehmbar zunimmt, greift SIMONSWERK hier u.a. auf spezielle Folien und ein interessantes Verfahren zurück, um eine entsprechende authentische Holzoptik umsetzen zu können. „Für diese Optiken werden Folien als Träger eines besonderen Lacks flächig auf die Oberfläche eines Tauchbads aufgelegt. Die Folie löst sich im Wasser auf, während die schwimmende feste Farbe durch Besprühen mit einem Aktivator erneut verflüssigt wird. In diese flüssige Farbe werden die vorbehandelten Werkstücke getaucht und somit dekorbeschichtet. Anschließend werden die bedruckten Teile gewaschen, getrocknet und mit einem 2K-Klarlack beständig gemacht“, erläutert Dr. Udo Pecher. Dies zeigt die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb der vielschichtigen Oberflächengestaltung von SIMONSWERK Produkten, aber auch die damit einhergehenden Herausforderungen, wenn es um die Umsetzung individueller Kundenwünsche in höchster Qualität geht.

Weitere Informationen zu den vielfältigen Oberflächen von SIMONSWERK finden Sie hier


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