SIMONSWERK BANDTECHNIK

Future Art Lab Wien: Architektur für alle Sinne

Die Geschichte Wiens ist seit jeher mit musikalischen Traditionen verknüpft. Dabei gilt es, Historie und Gegenwart buchstäblich in Einklang zu bringen. Dies ist auch den Architekten von Pichler & Traupmann mit ihrem Neubau der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst gelungen. Geschwungene Formen, natürliche Materialien und innovative Technik kennzeichnen hier das eindrucksvolle Future Art Lab.

Bis heute gilt Wien als Hochburg für musikalische Inszenierungen in Perfektion. Daher ist es wenig überraschend, dass auch die Förderung des musikalischen Nachwuchses einen großen Stellenwert in der österreichischen Stadt einnimmt. Neben einzelnen Standorten und Einrichtungen, die sich über die ganze Stadt verteilen, befindet sich der Hauptcampus der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) zentral im dritten Wiener Gemeindebezirk. Eingebettet zwischen Prater, Stadtpark und dem Belvederegarten haben Pichler & Traupmann Architekten den Studierenden der weltweit größten Musikuniversität nun ein neues Gebäude errichtet, das mit geschwungener und zugleich gradliniger Struktur die bereits bestehenden Universitätsarchitekturen auf dem Campus pavillonähnlich verbindet. Die Kombination aus Fassadenpaneele in antique-farbener Bronze und ihrer teilweise organisch geschwungenen Form bilden in sich eine Verbindung aus beständiger Historie und dynamischer Moderne. 

Wenn aus großen Klängen feine Töne werden

Das Innere des neuen Gebäudes wird durch Wechselspiele vielseitiger Gegensätzlichkeiten bestimmt. Gerundete Formen treffen auf klare Kanten, Schwarz trifft auf Weiß, stabiles Holz trifft auf fließenden Stoff und massiver Beton auf filigranes Glas. Auf diese Weise entsteht ein sehr harmonischer und buchstäblich ausgeglichener Klang. Neben der gestalterischen Intention werden so auch die hohen akustischen Anforderungen erfüllt. Dabei beruht die Bauweise auf einem lückenlosen Raum-in-Raum-Prinzip, bei dem die raumbildende Tragstruktur aus Stahlbeton vollkommen von der innenraumbildenden Struktur entkoppelt ist und über ein Masse-Feder-System gelagert wird. Holzelemente dienen hier als reflektierende Klangkörper, während die Verwendung schallabsorbierender Vorhänge eine flexible Änderung zur Erzielung unterschiedlicher Raumakustiken ermöglicht. Zudem wurde mit einer aufgesetzten, schwimmenden Stahlbetonplatte gearbeitet und es wurden Zwischenzonen integriert. Der Einsatz von Türschleusen verhindert dabei, dass Türkonstruktionen zu akustischen Schwachstellen werden. 

Perfekt eingebettet und integriert

In den Hinterhof des bestehenden Unigeländes geschützt integriert, soll der Gebäudekomplex hier auch als Begegnungsstätte dienen – für Studierende und Lehrende der einzelnen Institute, aber auch für Interessierte der Öffentlichkeit, die Veranstaltungen in den Konzertsälen und im Klangtheater besuchen. Auf dem kompakten Baugrundstück haben die Wiener Architekten dafür ein Raumprogramm konzipiert, das mit Ein- und Ausstülpungen sowie einer hohen Aufenthaltsqualität und attraktiven Freiflächen überzeugt. Dabei verschmelzen Funktion und Gestaltung. So werden beispielsweise die Lamellen für den Sonnenschutz gestalterischer Teil der Fassadenstruktur und können als eine Art Schwingung, wie sie beim Musizieren entsteht, interpretiert werden. 

Der Ton macht die Musik

Die vollständig verdeckt liegenden Bandsysteme TE 540 3D und TE 640 3D der Produktmarke TECTUS von SIMONSWERK ermöglichen in diesem Zusammenhang sowohl funktional als auch ästhetisch die perfekte Integration der Türen in die vielseitige und zugleich kompakte Architektur. Sowohl in Verbindung mit den Türen aus unbehandeltem Eichenholz als auch mit den schwarz-matt lackierten Elementen erzeugt das verdeckt liegende Bandsystem in seiner Geradlinigkeit und Edelstahloptik eine perfekte Inszenierung. Dabei können die Bänder, die sich durch eine komfortable 3D Verstellung und eine wartungsfreie Gleitlagertechnik auszeichnen, mühelos die großen Lasten der massiven und somit sehr schweren Türen aufnehmen, die an dieser Stelle für den erhöhten Schallschutz notwendig sind. Trotz unterschiedlicher Belastungsanforderungen und Größen entsteht so ein einheitliches Erscheinungsbild, das vom großen Ganzen bis ins kleinste Detail mit einer fein abgestimmten Note überzeugt.


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