SIMONSWERK BANDTECHNIK

Ein klingender Eisberg – Das Opernhaus in Oslo

Die norwegische Hauptstadt ist seit April 2008 um ein Wahrzeichen reicher, denn ein Opernhaus, das wie ein riesiger Eisberg aus dem Wasser zu ragen scheint, ziert stolz den Fjord der Bjørvika-Bucht. Im Innern sorgen die unterschiedlichsten Klänge, Melodien und Rhythmen für ein ganz besonders akustisches Erlebnis. Bereits im Jahr 2000 gewann das norwegische Architekturbüro Snøhetta den internationalen Wettbewerb für das neue Gebäude der Norwegischen Staatsoper, dessen Errichtung 56 Monate in Anspruch nahm.

Bild der Eingangshalle des Opernhauses

Wenn Marmor auf Holz und Glas trifft

Der Entwurf setzte sich von Beginn an aus drei Teilen zusammen, die bewusst aufeinander abgestimmt für das spektakuläre monumentale Aussehen des Gebäudes sorgen: Eine große „Wellenwand“, integriert in das voluminöse, lichte Foyer, steht symbolisch für die Schnittstelle von Land und Wasser – die tatsächliche Schwelle zwischen den zwei Elementen stellt hingegen der Hafen als Standort des neuen Gebäudes dar. Gefertigt wurde die geschwungene Wand aus Eichenholz, die die Architekten auch nach der Wettbewerbsphase weiterentwickelten. „Wir sehen diese Holzwand fast wie eine Rinde eines Baumstammes. Und je weiter man in das Innere des Stammes kommt, desto härter, glatter und dichter wird das Holz.“, sagt Tarald Lundval von Snøhetta. Gleichzeitig hat die Wellenwand eine besonders schalldämpfende Wirkung im Eingangsbereich.

Der zweite Teil ist die sogenannte „Fabrik“, die die Produktionsbereiche der Oper, wie Werkstätten und Verwaltung umfasst, in denen 600 Mitarbeiter arbeiten. Diese befindet sich im Ostteil und ist in ihrer Form und Ausführung wesentlich einfacher gehalten als die öffentlichen Bereiche im westlichen Teil des Gebäudes.

Die ausladende begehbare Dachlandschaft ist der „Teppich“, der aus ebenen und geneigten Einzelplatten besteht – gefertigt aus weißem italienischen Carrara-Marmor mit glatter, rauer oder geriffelter Oberfläche. Dieser neu erschaffene frei zugängliche Stadtraum soll als riesige Aussichtsplattform dienen und ragt bis an das Wasser – von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und den Fjord. Eine 15 Meter hohe Glaswand ergänzt den Komplex und sorgt für Offenheit und beste Sicht.

Innere Melodie

Und gerade hier glänzt die neue Oper mit ihrem hufeisenförmigen Saal, inspiriert von der Semperoper in Dresden, der Platz bietet für bis zu 1.360 Personen. Zusammen mit rot gemusterten Sitzpolstern und drei geschwungenen Balustraden entsteht eine feierliche Atmosphäre. Eine weitere kleine Bühne ist mit schwarzem Holz als „Black Box“ gestaltet und kann bis zu 400 Besucher aufnehmen. Insgesamt befinden sich im Opernhaus jedoch mehr als 1.000 Räume auf fast 40.000 qm – darunter Proberäume, Arbeitsräume sowie Werkstätten. Zu der außergewöhnlich guten Akustik tragen nicht nur die hohen Decken, sondern auch der eindrucksvolle Kronleuchter aus 16.000 Gläsern bei, der als akustischer Reflektor für den besten Sound sorgt. Im Jahr 2009 wurde das Architekturbüro Snøhetta für den Entwurf des Opernhauses mit dem Mies van der Rohe Award for European Architecture ausgezeichnet.

Bild einer Glaswand im Inneren des Opernhauses
Foto des Bandsystems aus dem Opernhaus, ein TECTUS Band eingearbeitet in warme Holzelemente

Flächenbündigkeit

Der Innenbereich des Opernhauses ist vom minimalistischen Stil geprägt, bei dem warme Holzelemente auf viel Glas treffen. Türen wurden mit dem komplett verdeckt liegenden Bandsystem TECTUS flächenbündig in die Raumstrukturen eingebunden. So bleiben Durchgänge im geschlossenen Zustand nur noch als Kontur sichtbar und fügen sich zurückhaltend und elegant in das architektonische Konzept.

 

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