SIMONSWERK BANDTECHNIK

Gesundheitsbauten mit neuen Standards

Egal ob Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder Spezialkliniken – moderne Gesundheitsbauten müssen höchste Anforderungen erfüllen sowohl seitens der Patienten als auch der Ärzte, des Pflegepersonals und der Besucher. Dabei ist die innovative technische Ausstattung der OP- und Behandlungsräume genauso wichtig, wie die Einhaltung hoher Hygienestandards in sämtlichen Bereichen des Gebäudes. Gleichzeitig müssen sich die Patienten in einer ihnen fremden Umgebung wohlfühlen, um sich möglichst schnell zu erholen und zu genesen, so dass auch die Innenraumgestaltung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bestand ein Krankenhaus früher aus einer Aneinanderreihung von Betten und technischen Geräten, so wird heute großen Wert auf ein harmonisches Ambiente sowohl im Innern als auch bei der Gestaltung des Gebäudekomplexes gelegt.

Moderne Klinikarchitektur

Das neue Alvaro Cunqueiro Hospital wurde von Luis Vidal + Architects entworfen und begrüßt seine Patienten in der spanischen Stadt Vigo. Als eines der größten und modernsten Gesundheitszentren Europas erfüllt es höchste Ansprüche in Sachen Technik, Design und Ausstattung. Dafür wurde es mit dem internationalen „BREEAM“, dem britischen Nachhaltigkeitszertifikat für Gebäude ausgezeichnet, das unter anderem die Energieeffizienz der Einrichtung belegt. Eine weitere Besonderheit ist der schimmernde Fassadenanstrich: Die Architekten entschieden sich für eine prismatischen Lack, der je nach Blickwinkel und Lichteinfall seine Farbe ändert und so bereits von außen im Gegensatz zu den oftmals sehr karg und wenig einladend wirkenden Krankenhäusern für ein freundliches Ambiente sorgt.

Entwurf des Alvaro Cunqueiro Hospital
© Alvaro Cunqueiro Hospital

Innovative Technik trifft Farbe

Das Zentrum für Chirurgie und Dermatologie des Universitätsklinikums in Ulm erhielt im Jahr 2012 einen Neubau, der mit seiner modernen medientechnischen Ausstattung neue Maßstäbe setzt und von KSP Jürgel Engel Architekten entworfen wurde. In den Operationssälen des Gebäudes wurden verschiedene Kameras installiert, die während einer OP das Geschehen aufnehmen und live an die Computer anderer Ärzte oder auch in die Konferenzräume senden. Das hat den Vorteil, dass sich die operierenden Ärzte während eines Eingriffs mit Kollegen austauschen können, um so die besten Ergebnisse zu erzielen. Mit Hilfe eines in der Decke eingebauten Flächenmikrofons kann der operierende Arzt direkt mit seinen Kollegen in Kontakt treten. Auch die Farbgestaltung spielte bei der Konzeption des neuen Gebäudes eine entscheidende Rolle: Gelb, Rot, Orange und Braun finden sich sowohl in der Fassadengestaltung als auch im Innern wieder und sorgen für eine klare Orientierung. Im Jahr 2013 erhielten die Architekten die Auszeichnung herausragender Gesundheitsbauten vom Zusammenschluss Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im Bund Deutscher Architekten.

Innenfoto der Chirurgie und Dermatologie des Universitätsklinikums
Chirurgie und Dermatologie des Universitätsklinikums in Ulm © KSP Jürgel Engel Architekten
Innenansicht des Eingangsbereiches im Partikel-Therapie-Zentrum, Marburg
Partikel-Therapie-Zentrum, Marburg © Hammerkrause Architekten

Die ideale Beleuchtung

Neben der Farbgestaltung spielen auch die optimalen Lichtverhältnisse bei der Konzeption eines Gesundheitsbaus eine entscheidende Rolle – besonders wenn die notwendige Behandlungsmethode beim Patienten ein Gefühl der Enge auslöst, wie es im Partikeltherapiezentrum in Marburg, errichtet inmitten eines Mischwaldes, der Fall sein kann. Tumorerkrankungen werden hier mit der vielversprechenden Methode der Partikeltherapie behandelt. Um den Patienten den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu gestalten, werden sie beim Betreten von einer sonnengelben Wand empfangen, die Wärme und Geborgenheit vermittelt. Ein geschwungenes Holzmöbel integriert sich in das Foyer und nimmt gleichzeitig die Empfangstheke auf. Zwölf runde Oberlichter filtern und verteilen zudem das Tageslicht im Innenraum. Die Planung für das Gebäude übernahm das Stuttgarter Büro Hammerkrause Architekten, die auch die Flure, welche die Patienten bereits liegend passieren, mit silbergrauen Flutern ausstatteten – für eine angenehm warme Lichtatmosphäre.

Wenn die Patienten Kinder sind

Besonders wenn es um die ganz Kleinen geht, ist eine einladende und freundliche Gestaltung des Krankenhauses überaus wichtig. Daher haben die Architekten von Nickl&Partner ein Konzept für das Haunersche Kinderspital am Campus Großhadern in München entwickelt, das auch die Natur in die Gestaltung miteinbezieht. Das Spital fügt sich in die bestehende Parklandschaft ein und Besucher werden beim Betreten von einem weitläufigen Innenhof empfangen. Hier können sie umherwandern und sich in Ruhe auf die neue Umgebung einlassen bevor sie den Eingangsbereich betreten. Insgesamt wird das 3-geschossige Gebäude mit großen Glasfronten von 6 Innenhöfen durchbrochen, die für mehr Tageslicht sorgen. Durch diese helle Gestaltung soll den kleinen Patienten die Angst genommen werden.

Entwurf des Haunersche Kinderspital am Campus Großhadern in München, das auch die Natur in die Gestaltung miteinbezieht
Haunersches Kinderspital am Campus Großhadern, München © Nickl & Partner
Detailzeichnung von Variant Care

VARIANT Care – Das Bandsystem für Gesundheitsbauten

Im Krankenhausalltag geht es oftmals sehr hektisch zu – Patienten müssen zu Untersuchungen gebracht werden, zu Fuß in Rollstühlen oder in Betten. Auch verschiedenste Apparaturen werden vom Pflegepersonal von einem Raum in den nächsten geschoben. SIMONSWERK trägt mit seinem Bandsystem VARIANT Care einen Teil dazu bei, diesen Ablauf reibungsloser zu gestalten. Die speziell für Gesundheitsbauten entwickelte Bandlösung macht aus dem geplanten Zargenmaß ein lichtes Durchgangsmaß, da sich die Tür im 90 Grad-Winkel vollkommen aus dem Zargendurchgang heraus öffnen lässt – abgestimmt für alternative Türblattstärken von 40 bis 70 mm.

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