SIMONSWERK BANDTECHNIK

PRODUKTSELEKTOR

Technische Informationen

Übergreifend über alle Programme sind hier alle technischen Details zusammengefasst. Sie erfahren Wissenswertes über die Katalogangaben hinaus und erhalten Hilfestellung bei der täglichen Arbeit und der Auswahl des richtigen Bandes für die unterschiedlichen Einsatzbereiche. 

 

 

  • Prüfungen
  • Bandbezugslinien
  • Belastungswerte
  • Ausstattungsmerkmale
  • Oberflächen

CE-Zeichen

Das CE-Zeichen ist die Grundlage für den freien Warenverkehr innerhalb der europäischen Union. Dies gilt mittlerweile auch für Tür- und Fensterbänder. Durch das Mandat 101 vom europäischen Komitee für Normung (CEN), sowie die Übernahme der DIN EN 1935 in die Bauregelliste B durch das Deutsche Institut für Bautechnik, ist dies verpflichtend für Bänder an Brand- und Rauchschutztüren, sowie Türen in Flucht- und Rettungswegen geregelt.

mehr

Nach umfangreichen Prüfungen auf Basis der o. g. Norm „einachsige Türbänder und Fensterbänder“ hat das ift Rosenheim, SIMONSWERK das EU-Konformitätszertifikat für alle relevanten Bandtypen ausgestellt.

Eine Prüfung nach DIN EN 1935 wird grundsätzlich mit nur einem tragenden Band absolviert. Bänder von SIMONSWERK sind dabei grundsätzlich mit der laut Norm größtmöglichen Anzahl an Öffnungsspielen – 200.000 Zyklen – geprüft. Darüber hinaus wurden viele Bänder mit einem deutlich höheren, als dem laut Regelwerk maximal vorgeschriebenen Belastungswert, geprüft. Die gleichbleibende Produktqualität wird nun durch eine werkseigene Produktionskontrolle, sowie jährlich stattfindende Überwachungsbesuche des ift Rosenheim gewährleistet.

Alle CE-zertifizierten Produkte sind mit einem Klassifizierungsschlüssel ausgestattet. Dieser achtstellige Ziffernblock enthält alle wesentlichen Angaben zur Beschaffenheit, Belastbarkeit und Einsatzbereich des Bandes.

In der Praxis ist zu erwarten, dass vordergründig nach der ersten Stelle dieses Schlüssels, der sog. Gebrauchsklasse, ausgeschrieben wird. Dabei sind nahezu alle Bänder von SIMONSWERK in der höchsten Gebrauchsklasse – sehr starker Gebrauch – geprüft. Durch das CE-Zeichen verfügt SIMONSWERK über ein weiteres, nun europaweit gültiges Gütesiegel, welches abermals die hohe Qualität von SIMONSWERK-Produkten unterstreicht.

Zum 01.07.2013 ist die Bauproduktverordnung in Kraft getreten. Neben der Produktkennzeichnung ist die Bereitstellung sog. Leistungserklärungen eine zentrale Anforderung. SIMONSWERK stellt diese Leistungserklärungen im Mediacenter zur Verfügung.

Internationale Prüfungen

Gebrauchssicherheit, auch unter extremen Bedingungen ist unser Anliegen. Um diese zu erreichen, lassen wir unsere Produkte nicht nur in Deutschland, sondern auch von international arbeitenden Instituten im Ausland prüfen. Die Gründlichkeit, Genauigkeit und Erfahrung die Firmen wie Underwriters Laboratories, die seit 1894 in den USA maßgeblich an Verbesserungen im Brandschutz mitgearbeitet haben, und Exova Warringtonfire, das größte unabhängige Brandprüflabor in Europa, Asien und Australien, erfüllen die Prüfungsansprüche, die sich im Umgang mit SIMONSWERK Türbändern stellen.

mehr

Das Produkt, das SIMONSWERK verlässt und einen Prüfnachweis eines dieser Institute vorweist, kann bedenkenlos in internationalen Bauvorhaben entsprechend der Vorschriften eingesetzt werden. Diese Kompatibilität überzeugt Architekten und Planer ebenso wie Türenbauer.

Unsere langjährige Erfahrung, gepaart mit der Expertise dieser renommierten Prüfinstitute, bringt optimal gestaltete Funktionselemente hervor, deren Einsatz der Kunde jederzeit individuell mit uns klären kann. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Klassifizierungsschlüssel

In der europäischen Norm EN 1935 sind die Prüfverfahren und Anforderungen für einachsige Aufschraubbänder und Bänder mit festen Stiften für Eingangstüren und Fenstern festgelegt und nach einem 8-stelligen Bezeichnungssystem klassifiziert.

mehr

1. Gebrauchsklasse - Klasse 1-4

Klasse 1 Leichter Gebrauch. Einsatz in Gebäuden, Häusern oder anderen Wohnbereichen, geringe Gebrauchshäufigkeit, ausgeprägte Absicht zum sorgfältigen Umgang, geringes Risiko für Unfälle oder Missbrauch.

Klasse 2 Mittlerer Gebrauch. Einsatz in Gebäuden, Häusern oder anderen Wohnbereichen, mittlere Gebrauchshäufigkeit, gewisse Absicht zum sorgfältigen Umgang, Risiko für Unfälle oder Missbrauch.

Klasse 3 Starker Gebrauch. Einsatz in Gebäuden, hohe Gebrauchshäufigkeit, geringe Absicht zum sorgfältigen Umgang, Risiko für Unfälle oder Missbrauch.

Klasse 4 Sehr starker Gebrauch. Bänder für Türen, die einem häufigen und heftigem Gebrauch ausgesetzt sind.

 

2. Dauerfunktionstüchtigkeit – Klasse 3, 4, 7

Klasse 3: 10.000 Prüfzyklen (nur Fensterbänder)

Klasse 4: 25.000 Prüfzyklen (Tür- und Fensterbänder)

Klasse 7: 200.000 Prüfzyklen (nur Türbänder)

 

3. Masse der Prüftür – Klasse 0-7

Klasse 0: 10kg

Klasse 1: 20kg

Klasse 2: 40kg

Klasse 3: 60kg

Klasse 4: 80kg

Klasse 5: 100kg

Klasse 6: 120kg

Klasse 7: 160 kg

 

4. Feuerbeständigkeit – Klasse 0, 1

Klasse 0: nicht geeignet zur Anwendung an Feuer-I Rauchschutztüren

Klasse 1: geeignet zur Anwendung an Feuer-I Rauchschutztüren (EN 1634-1)

 

5. Sicherheit – Klasse 1

Die grundlegenden Anforderungen an die Gebrauchssicherheit sind von allen Bändern zu erfüllen. Daher gibt es hier nur die Klasse 1.

 

6. Korrosionsbeständigkeit – Klasse 0-5

Klasse 0: keine definierte Korrosionsbeständigkeit

Klasse 1: geringe Korrosionsbeständigkeit

Klasse 2: moderate Korrosionsbeständigkeit

Klasse 3: hohe Korrosionsbeständigkeit

Klasse 4: sehr hohe Korrosionsbeständigkeit

Klasse 5: außergewöhnlich hohe Korrosionsbeständigkeit

 

7. Schutz – Klasse 0, 1

Klasse 0: Zur Anwendung an einbruchhemmenden Türen nicht geeignet

Klasse 1: Zur Anwendung an einbruchhemmenden Türen in Abhängigkeit von der Bewertung des Beitrags der Bänder zur Einbruchhemmung der jeweiligen einbruchhemmenden Tür geeignet. Diese Bewertung gehört nicht zum Anwendungsbereich der DIN EN 1935.

 

8. Bandklasse – Klasse 0-14

Durch die Vielzahl der Einzelprüfungen kann es zur Einstufung in eine Bandklasse kommen, die von der SIMONSWERK-Angabe zum Belastungswert abweicht. Dabei ist für SIMONSWERK die Belastungswertangabe maßgeblich, da die Dauerfunktionsprüfungen mit den von SIMONSWERK angegebenen Belastungswerten absolviert werden.

Bandbezugslinie für genormte Türen

Die Bandbezugslinie (BBL) nach DIN 18268 ist die festgelegte Linie eines Türbandes, die in einem bestimmten Abstand zur Oberkante Türfalz bzw. zur Bezugskante Zargenfalz steht.

mehr

Erst die exakte Festlegung der Bandbezugslinie für das obere und untere Türband (DIN 18101) ermöglicht das Zusammenspiel von Türblatt, Türband und Türzarge und erlaubt eine getrennte Produktion industriell oder handwerklich hergestellter Türelemente.

Die Bandbezugslinie als Maßangabe ist unabhängig vom Bandtyp und Bandhersteller. Da ein Türblatt mindestens immer mit zwei Türbändern an einer Zarge befestigt ist, gibt es eine obere Bandbezugslinie (1. Bandbezugslinie) und eine untere Bandbezugslinie (2. Bandbezugslinie).

Der Abstand der 1. Bandbezugslinie ist immer 241 mm vom Zargenfalz bzw. 237 mm bis Oberkante Türfalz. Zwischen 1. und 2. Bandbezugslinie ist der Abstand abhängig von der Türblatthöhe (siehe Tabelle).

Die Bandbezugslinie kann innerhalb einer Produktgruppe einheitlich sein (Beispiel VARIANT VX, Bandbezugslinie grundsätzlich in der Bandmitte), sie kann aber auch innerhalb einer Produktgruppe variieren (Beispiel VARIANT VN, Bandbezugslinie sowohl in der Bandmitte als auch von der Bandmitte abweichend).

Die Lage der Bandbezugslinie für ein drittes Band ist in der DIN 18101 mit 350 mm unterhalb der ersten Bandbezugslinie festgelegt.

Bezugsmaße

Einbau einer Grafik erforderlich!

Maßblätter

In unserem Produktselektor finden Sie passend zu dem von Ihnen gesuchten Produkt die Maßblätter. Sie geben Ihnen u. a. Auskunft über die Positionierung des Bandes an der Zarge im Verhältnis zur oberen Bandbezugslinie. Da die Bandbezugslinie je nach Bandsystem nicht generell die Bandmitte bzw. die Mitte des Aufnahmeelements darstellt, ist eine Abstimmung dieser beiden Komponenten in der Praxis von großer Bedeutung.

Belastungswerte von Bändern

Bei der Auswahl bzw. Festlegung eines Bandes wird oftmals die Belastung allein schon mit dem Türgewicht gleichgesetzt. Die Belastung des Bandes kann aber durch unterschiedliche Einflussfaktoren häufig um ein Vielfaches über dem Türgewicht liegen.

mehr

Selbst unter Berücksichtigung dieser verschiedenen Kriterien sollte bei der Auswahl des Bandes immer noch eine zusätzliche Reserve eingerechnet werden.

Gerade in öffentlichen Gebäuden, wo besondere Belastungen aufgrund der nicht immer kalkulierbaren hohen Öffnungsfrequenzen und Beanspruchung (Kindergarten, Krankenhäuser etc.) auftreten, sollten ausreichend dimensionierte Bänder eingesetzt werden, auch wenn es vom reinen Türgewicht her nicht erforderlich wäre.

 

Referenzangaben

Die Belastungswertangaben für SIMONSWERK-Bänder beziehen sich auf ein maximales Türgewicht. Zusätzlich müssen die genannten Einflussfaktoren auf die Belastung von Bändern individuell berücksichtigt werden.

 

Allen Angaben liegen folgende Referenzen zu Grunde:

Türblattgröße: 1000 x 2000 mm

Einsatz von: 2 Bändern

Bandabstand: 1435 mm

Drittes Band

Neben den o. g. Faktoren kann auch der Einsatz eines dritten Bandes den Belastungswert maßgeblich beeinflussen. Häufig wird ein drittes Band in der Praxis mittig zwischen den äußeren Bändern platziert, um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden und den Dichtungsandruck in der Mitte der Tür zu gewährleisten.

mehr

Unter bestimmten Umständen kann es jedoch sinnvoll bzw. erforderlich sein, das obere Band, bei dem die Hauptzugkräfte auftreten, zusätzlich zu unterstützen – z.B. könnte dies bei überbreiten Türen (> 1000 mm), bei denen durch die Hebelwirkung zusätzliche Kräfte auftreten, der Fall sein. In solchen Fällen ist das dritte Band im oberen Drittel zu platzieren, da nur so der Belastungswert positiv beeinflusst wird. Die Türennorm sieht den Einsatz eines 3. Bandes 350 mm (Achtung: neues Maß) unter dem oberen (bezogen auf die obere BBL) vor. SIMONSWERK empfiehlt bei nicht normativ geregelten Elementen (z.B. Haustüren) dieses Maß je nach Rollenlänge auf bis zu 250 mm zu reduzieren.

Mauerleibungen,Türstopper

Faktoren wie Türstopper, vorstehende Mauerleibungen o. ä. sind auf Grund der Hebelwirkung, die in diesem Fall durch ein Überschlagen der Tür auftreten können, allgemein nicht zu bewerten. Durch die Masse der Türen kann es in solchen Fällen schnell zu Schädigungen an der Befestigung, am Band o. ä. führen.

mehr

Sollte ein Türstopper eingesetzt werden müssen, so sollte dieser entweder als Wandmontage angebracht werden oder aber auf dem Boden ca. 75 % der Türbreite von der Bandachse entfernt Richtung Schloss gesetzt werden.

Ruheposition

Türbänder von SIMONSWERK modernster Bauart sind mit hochwertigsten Kunststoffgleitlagern ausgestattet. Die eingesetzte Lagertechnik erfüllt die Anforderungen an Wartungsfreiheit, Langlebigkeit und Leichtgängigkeit in höchstem Maße. Speziell letzteres kann je nach Einbausituation, Aufbau und Gewicht des Türblattes zum selbsttätigen Bewegen der Tür führen.

mehr

Insbesondere bei mehrachsigen Türbändern (z. B. TECTUS) ist eine Ruheposition - z. B. bei 90° oder 180° - dauerhaft nicht zu gewährleisten.

Türantriebe

Beim Einsatz eines Drehflügelantriebs empfiehlt SIMONSWERK insgesamt vier Bänder jeweils paarig oben und unten zu setzen. Der Abstand innerhalb eines Bandpaares sollte dabei 350 mm (Achtung: Neues Maß) nicht überschreiten.

Türschließer

Beim Einsatz von Oben-Türschließern empfiehlt SIMONSWERK ein drittes Band im oberen Drittel der Tür zu setzen. Eine ordnungsgemäße Einstellung des Schließers ist Grundvoraussetzung für eine dauerhaft einwandfreie Funktion.

mehr

Der Einsatz seitlich im Falz angebrachter Türschließsysteme ist aufgrund des ungünstigen Drehwinkles und der daraus resultierenden Krafteinwirkung nicht zu empfehlen.

Schließfolgeregelung

Wenn bei doppelflügeligen Türen eine Schließfolgeregelung zum Einsatz kommt, ist darauf zu achten, dass eine gedämpfte Sperrvorrichtung für den Gangflügel eingesetzt wird, so dass die Kräfte nicht 1:1 auf die Bänder übertragen werden. SIMONSWERK empfiehlt in diesem Fall ein drittes Band im oberen Drittel zu setzen.

Sonstiges

Die hier festgehaltenen Punkte sind lediglich Richtwerte. In der Praxis kann es durchaus, je nach Türbeschaffenheit, Frequentierung, Einsatzort, etc. sinnvoll sein, die o. g. Fakten auch schon bei Türbreiten <= 1.000 mm zu berücksichtigen.

mehr

Hier ist die individuelle Betrachtung eines jeden Einsatzfalls erforderlich. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass die Bänder ausreichend dimensioniert sind, um auch die umgebenden Faktoren abdecken zu können.

Überbreite Türen

SIMONSWERK Objektbänder sind generell für die angegebenen Belastungswerte ausgelegt. Bitte beachten Sie dabei, dass sich die Belastungswerte bereits ab 100cm Türbreite, bei gleichbleibendem Bandabstand, prozentual in dem Maße verringern, in dem die Türbreite von 100 cm überschritten wird (z.B. Türbreite 125 cm = Belastungswert ./. 25%).

mehr

Voraussetzung dazu ist immer ein maßgenauer und sachgerechter Anschlag gemäß SIMONSWERK-Einbauanleitung.

Zargenbefestigung

Zur Erreichung des maximalen Belastungswertes eines Türbandes ist eine sach- und fachgerechte Montage aller Komponenten zwingende Voraussetzung. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die Befestigung des Türelements an der Wand zu richten.

mehr

Besonders bei Umfassungszargen, egal ob Stahl-, Alu- oder Holzwerkstoffzargen, die in sich häufig eine größere Labilität aufweisen, gilt es auf die Befestigung der Zarge zum Mauer- bzw. Ständerwerk zu achten. Ein alleiniges Verschäumen in diesem Bereich ist bei Türgewichten > 60 kg nicht zu empfehlen. Hier muss eine kraftschlüssige Verbindung über eine Schraub- oder Dübelverbindung durch die Bandaufnahme, oder max. 100 mm von der Außenkante der Bänder geschaffen werden.

Mörteldichte Aufnahmeelemente

Die mörteldichten Aufnahmeelemente sind so ausgeführt, dass ein Eindringen von Mörtel verhindert wird. Bei Verwendung dünnflüssiger Hinterfüllstoffe ist eine zusätzliche Abdichtung, z.B. mit Selbstklebeband, empfehlenswert.

MSTS (mit Stiftsicherung)

Für den Einsatz an nach außen aufgehenden Türen sind alle SIMONSWERK-Bänder mit durchlaufendem Bandstift auf Wunsch auch mit Stiftsicherung lieferbar. Durch verschiedene Techniken je nach Programmbereich werden die Bandstifte oder die Stiftschrauben gegen das Herausschlagen bzw. Herausdrehen gesichert.

S (S-Zapfen)

SIMONSWERK-Bänder sind für den Einsatz an einbruchhemmenden Türen geeignet. Bereits mehrfach wurde an verschiedenen Türelementen der Nachweis hierzu erbracht. Speziell ab der Widerstandsklasse 3 der DIN EN 1627 ff. empfiehlt sich der Einsatz von Bändern mit S-Zapfen. Diese, im Unterschied zu den Tragzapfen angeschweißten Zapfen, dienen neben der Stabilisierung auch der Kraftaufnahme bei Belastung durch Hebelwerkzeuge.

Sonderkonstruktionen

Wenn sich für Sonderkonstruktionen kein in diesem Katalog aufgeführtes Band verwenden lässt, senden Sie uns bitte eine vermasste Querschnittszeichnung dieser Bauteil-Konstruktion möglichst im Maßstab 1:1 – idealerweise im CAD-Format, z.B. DXF. Von SIMONSWERK wird umgehend geprüft, ob ein entsprechend modifizierbares Band die Anforderungen erfüllen kann.

TZ (Tragzapfen)

Zur Stabilisierung der Bandlappen wird, abhängig von Einsatzbereich, Konstruktion und Beanspruchung der Tür, der Einsatz von Tragzapfen empfohlen. Tragzapfen entlasten die Befestigungsschrauben und stabilisieren den Bandlappen in der Türblattfräsung. Bänder mit einer Bandhöhe von 160 mm bzw. 120 mm können mit einem zusätzlichen Tragzapfen im mittleren Verschraubungsloch ausgestattet werden. Der Tragzapfen ist separat zu bestellen.

mehr

Bei Materialstärken von 3,0 mm und 3,5 mm ist ein Tragzapfen 12 x 50 mm (Schraube M 5) erforderlich. Bei einer Materialstärke von 4,0 mm ist ein Tragzapfen 12 x 60 mm (Schraube M 6) einzusetzen.

Überschlagdichtungen

Für schallhemmende Türen mit einer Überschlagdichtung im Türflügel sind SIMONSWERK Bänder auch in FD-Ausführung (FD = Flügeldichtung) lieferbar. Bei dieser Ausführung verfügen die Bänder über eine Aufnahmenut für die durchgehende Überschlagdichtung. Diese muss im Bandbereich nicht ausgeklinkt werden.

Verschraubung

Die Senkungen der Schraublöcher von SIMONSWERK Bändern sind ausgelegt für die gängigen Holz- und Spanplattenschrauben (z.B. Spax). Für den praxisgerechten Einsatz empfehlen wir Schrauben nach DIN 7997, Durchmesser 4,5–5,0 mm. Bei Bändern mit 4 mm Materialstärke sind die Senkungen für einen Schraubendurchmesser von 6 mm vorgesehen. Für die äußeren Befestigungsschrauben der Abdeckungen der Serie VARIANT VX sind Schrauben mind. 6 x 40 mm einzusetzen. Um einen optimalen Halt und somit die angegebenen Belastungswerte zu gewährleisten empfehlen wir die eingesetzten Schrauben generell vorzubohren.

Zubehör

Eine Übersicht an Zubehörteilen finden Sie im SIMONSWERK Produktselektor auf dieser Website.

Bandrolle

Die VARIANT Objektbänder sind in den üblichen Abmaßen 160, 120 und 100 mm erhältlich. Die Bandrollen der 100- und 120 mm-Bänder haben Ø 20 mm. Die Bandrollen der 160 mm-Bänder sind in den Ausführungen Ø 22,5 mm und Ø 18 mm lieferbar. Hinzu kommen weitere Ausführungen der Bandreihe VARIANT Planum mit Ø 15 mm als filigrane Alternative für designorientierte Türelemente.

Kopfformen Objektbänder VARIANT VX und VARIANT VN

SIMONSWERK Designtürbänder sind Glanzstücke für anspruchsvolle Türgestaltung. Überaus erfolgreich bei Wohnraumtüren und Haustüren zeigen sie auch im Objektbereich „Flagge“. Mit den Kopfformen Basic, Soft und ZK können Objektbänder VARIANT VX und VARIANT VN in den Größen 100 mm und 160 mm auch in drei designgeprägten Ausführungen in hochwertigen Oberflächen angeboten werden.

Korrosionsschutz

Bei der Auswahl der passenden Oberfläche bzw. des Materials spielt neben dem optischen Gesamtbild von Tür und Beschlag in vielen Fällen auch der Korrosionsschutz eine entscheidende Rolle. In der Praxis gilt es, beide Komponenten in Einklang zu bringen, um dauerhaft den optischen Gesamteindruck zu erhalten.

mehr

Die wesentlichen Materialien bzw. Oberflächen von SIMONSWERK sind nach den Vorgaben der DIN EN 1670:2007 geprüft und wie folgt klassifiziert:

Edelstahl: Klasse 5

Farbig-Kunststoffbeschichtet: Klasse 5

edelstahl-Look (Aluminium): Klasse 4

Topzink: Klasse 4

Verzinkt: Klasse 3

Vernickelt: Klasse 3

Matt-verchromt: Klasse 3

Matt-vernickelt: Klasse 3

Oberflächen Objektbänder VARIANT VX und VARIANT VN

Vielfältige Oberflächen bieten dem Planer die Möglichkeiten, die unterschiedlichen Beschlagteile wie Drücker und Bänder aufeinander abzustimmen. Alle Objektbänder sind auch in der Ausführung „verzinkt“ lieferbar. Edelstahlbänder sind auch mit PVD-Beschichtung lieferbar.

Salzsprühnebelprüfung

Klasse 1: 24 Stunden; Klasse 2: 48 Stunden; Klasse 3: 96 Stunden; Klasse 4: 240 Stunden; Klasse 5: 480 Stunden

mehr

Alle anderen nicht aufgeführten Oberflächen dienen ausschließlich optischen Ansprüchen. Für den Einsatz in Feucht- und Nassräumen (auch nach Definition der RAL-RG 426 Teil 3) sowie an Bauteilen, die der Außenwitterung ausgesetzt sind, empfehlen wir ausschließlich Bänder aus Edelstahl einzusetzen, da nur dieses Material die Korrosionsbeständigkeit auf Dauer aufweist.

 

Bei extremen Ansprüchen (wie Küstenregionen, Hallenbäder, Räume mit aggressiver Luft, etc.) aber auch schon unter normalen Umwelteinflüssen kann auch das Material Edelstahl seine Grenzen erreichen. Eine kontinuierliche Pflege beugt dem Ansatz von Belag und Flugrost vor. Die Reinigungsintervalle richten sich nach der Beanspruchung bzw. dem Verschmutzungsgrad. Versuche haben gezeigt, dass in Hinblick auf die Reinigungswirkung, Konservierungen und leichte Anwendung Fabrikate wie Cillit, Enablitz, Stahlfix und 3M gute Ergebnisse vorweisen können.

 

Auf keinen Fall dürfen bei der Reinigung Stahlwolle, Stahlbürsten oder ähnliches verwendet werden, da solche Hilfsmittel die schützende Oberfläche verletzen und die Bildung von Fremdrost durch Abrieb ermöglichen.

 

Bei acetylierten, säurehaltigen und sonstigen modifizierten Hölzern, ist auf eine entsprechende Korrosionsbeständigkeit der Beschläge zu achten. SIMONSWERK empfiehlt für diese Anwendung ausschließlich das Material Edelstahl.

 

Durch gezielten Materialeinsatz kann die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl verbessert werden. Zur Beratung stehen wir gern zur Verfügung.